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Der Tag der Frauen in Ingenieurberufen: Leidenschaft hat nichts mit dem Geschlecht zu tun

Am Internationalen Tag der Frauen in Ingenieurberufen wollen wir der Welt zeigen, dass technische Spitzenleistungen keine Frage des Geschlechts sind. Vielmehr geben Talent, Leidenschaft und eine spezielle Sicht auf unsere Welt den Ausschlag. Ein perfektes Beispiel dafür ist unsere Kollegin Vijaya Thippavajjula. Als Kind wollte sie genau wissen, wie die Welt funktioniert. Jetzt leitet sie als professionelle Ingenieurin bei thyssenkrupp ein Projekt, bei dem es darum geht, die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz von Fahrstühlen auf ein ganz neues Niveau zu heben.

Vijaya, kannst du uns etwas darüber erzählen, seit wann du bei TK Elevator arbeitest und was du dort momentan konkret machst?

Ich habe im August 2017 bei thyssenkrupp angefangen und arbeite als Projektleiterin in der Software-Engineering-Abteilung an der cloudbasierten vorausschauenden Wartungslösung MAX.

Erinnerst du dich noch an den Moment, als du beschlossen hast, Ingenieurin zu werden?

Ich hatte von jeher Spaß daran, an Dingen herumzubasteln, um zu verstehen, wie sie funktionieren. Diese Leidenschaft hat mich von klein auf motiviert, meinen Lebensunterhalt mit etwas Spannendem und Interessantem verdienen zu wollen. Daneben habe ich mich sehr für Mathematik und Physik interessiert. Diese Voraussetzungen und meine Leidenschaft für das Lösen von Rätseln führten mich zu der Erkenntnis, dass der Ingenieurberuf genau das Richtige für mich sein könnte. Deswegen entschied ich mich dafür, Elektronik und Kommunikationstechnik zu studieren.

Sicher gab es viele besondere Momente in deinem Werdegang als Ingenieurin, aber gibt es einen, der für dich persönlich heraussticht?

Besondere Augenblicke erlebe ich jeden Tag – dann nämlich, wenn meine Tochter anderen Leuten erzählt, dass ihre Mama Ingenieurin ist und das Problem lösen kann. Jedes Mal, wenn es mir gelingt, ein Problem zu beheben oder eine Lösung für ein neues Projekt zu finden, ist das ein „Aha-Erlebnis“ für mich. Das absolute Highlight meiner beruflichen Laufbahn war jedoch mein erster Termin beim Kunden vor Ort. Ein Problem zu lösen und dann zu sehen, dass meine Arbeit in der „echten Welt“ etwas bewirkt, ist ein wahnsinnig tolles Gefühl.

Welche Eigenschaften sind deiner Ansicht nach für den Ingenieurberuf am wichtigsten?

Eine hohe Problemlösungskompetenz und Liebe zum Detail sind absolut entscheidend. Für eine Ingenieurin oder einen Ingenieur ist es wichtig, vorausschauend zu denken und mögliche Probleme vorab zu erkennen. Wenn diese Probleme dann tatsächlich eintreten, können sie leichter bewältigt werden.

Zu guter Letzt, was würdest du jungen Talenten raten, die wie du eine Karriere in den Ingenieurwissenschaften anstreben?

Als Ingenieurin erschließt man sich einen Wissensschatz, mit dem man im Leben viel bewegen kann. Deswegen versuche ich, meine Erfahrungen an die jüngere Generation weiterzugeben und sie mit Technologie, Wissenschaft und Innovation vertraut zu machen. Ich möchte, dass sie einerseits erkennen, was unsere Gesellschaft braucht, und andererseits darüber nachdenken, wo ihre Stärken liegen, was sie glücklich macht und wie sie sich die nötigen Kompetenzen und Fähigkeiten erarbeiten können. Die Zukunft gehört der Jugend. Alle sollten die Chance haben, sich ihren Leidenschaften entsprechend zu entfalten – unabhängig vom Geschlecht.

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